F1.  Indium (Quelle, Versorgung, Anwendungen, Recycling)

A1. Wird hauptsächlich aus Zinnerzen gewonnen, auch auffindbar in Kupfer-, Eisen- und Bleierzen.

  • Quellen (1999~2000): China (46%), Kanada (27%), Frankreich (8%), Rußland (7%), Andere (12%)
  • 3 mal reichlicher vorhanden als Silber und Quecksilber – “U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries, January 2004”.
  • Wenn die Nachfrage steigt, wird auch die Versorgung steigen.
  • Der Preis für Indium im Jahr 2000 ist auf 120 US-Dollar/Kg gefallen, also gibt es noch keine deutliche Motivation zum Recycling. Mit einem Anstieg des Preises für Indium werden mehr Ressourcen für die Indium-wiederverwertung eingesetzt.

F2.    Warum Viromet?

 

A1.    Asahi bietet diese alternative Lösung mit den folgenden Vorteilen an:

          Keine Prozessänderungen

          Keine Änderung in der Ausrüstung

          Keine Änderung der Platinen

          Keine zusätzlichen Prozesskosten

          Keine Sorgen mehr über hitzeempfindliche Bauteile

          In der Praxis bewährt

          Exzellente Benetzbarkeit

          Kaum/Keine Lücken

          Keine Stickstoffumgebung erforderlich

          Kompatibel mit: Sn, AuNi, Ag, OSP etc.

          In allen Formen erhältlich: Barren-/Stangenlot, Lötpaste, Lötdraht, Lotkugeln

 

F3.   Keine hitzeempfindlichen Bauteile und Leiterplatten vorhanden, kein Bedarf an                   Niedrigtemperatur-Legierungen. Lieferanten haben bereits die Probleme korrigiert.

 

A3.   Unter perfekten Bedingungen sind Bauteile und Platinen in idealisierten Produktionsprozessen          für Hochtemperatur-Legierungen geeignet, es ist also kein Muss, Niedrigtemperatur -          Legierungen zu verwenden. Andererseits, unabhängig davon werden manchmal perfekte          Bedingungen zu sehr idealisiert, und auftretende Probleme können nicht mit herkömmlichen          Testmethoden eruiert werden, da diese speziell für bleihaltige Lötmittel zugeschnitten sind.          Deshalb besteht die Gefahr, dass Probleme erst bei Massenproduktion oder über längerem          Zeitabschnitt hinweg erkannt werden. In allen Experimenten wird die gleichzeitige Änderung          zu vieler Faktoren auf einmal bei der Analyse eines auftretenden Problems nur verwirren. Es          ist immer ratsam, nur einen Faktor pro Mal zu variieren – wir empfehlen, dass man sich zuerst          mit der Legierung, die die Bauteile an die Leiterplatten bindet, beschäftigt.

 

F4.    Billige Endprodukte – Lötmittel zu teuer

  

A4.   Da für den Low-Cost-Konsumgüterbereich im allgemeinen ein kürzerer Produktlebenszyklus          erwartet wird und die Kosten ein Hauptfaktor sind, empfehlen wir unser neues SCS7. Im          Vergleich zu unserem Viromet weist es zwar niedrigeres Kriechverhalten und niedrigeren          Ermüdungswiderstand auf, dafür ist es mit SnPb und SnCu Legierungen vergleichbar.

 

F5.    Viromet als Legierung für die Übergangszeit?

 

         Momentan ist der bleifreie Markt noch nicht stabil, eine höchst zuverlässige Drop-In          Legierung wie das Viromet Lötmittel kann erheblich zum Fortschritt des Wechsels von          bleihaltigen zu bleifreien Lötmitteln beitragen. Zur Zeit bietet Viromet die komplette Lösung für          eine bleifreie Implementierung an.

 

F6.    Was bedeuten die Ausdrücke “RoHS” und “Lead-free”?

 

A6.   “RoHS” ist die Abkürzung für “Restriction of Hazardous Substances” der Verordnung der          Europäischen Union 2002/95/EC. Diese Verordnung besagt, dass vom 1. Juli 2006 an, alle in          der EU zu verkaufenden elektrischen Geräte nicht mehr als lediglich Spuren von Blei,          Cadmium, Chrom VI, Quecksilber und PBB/PBDEs enthalten dürfen; Substanzen, die mit          Gesundheitsrisiken und Umweltverschmutzung einhergehen. “Lead-free” ist eine Initiative in          den Vereinigten Staaten, die sich für die bleifreie Produktion in der Elektronik-Branche          einsetzt. Alle RoHS-zertifizierten Produkte werden als bleifrei angesehen.

 

Q7.   Wo werden diese Substanzen in Schaltern verwendet und was sind die Grenzwerte?

A7.

Blei (Pb):         Wird in Bildschirmen, Lötmitteln und in Leiterplatten verwendet, es ist ein sehr                        reichlich vorhandenes Element in der Umgebung und kann in fast jedem “reinen"                        Material nachgewiesen werden. Der Grenzwert für diese Substanz ist 1000 Promille                        (0,1% nach Gewicht).

Kadmium (Cd)Wird manchmal in den Kontaktauflagen der Schalter zur Verringerung der                        Kurzschlusswahrscheinlichkeit verwendet. Der Grenzwert dieser Substanz ist 100                        Promille (0,01% nach Gewicht).

Chrom VI (Cr+6): Ist manchmal in Metallüberzügen zu finden, um Korrosion zu verhindern. Der                              Grenzwert dieser Substanz ist 1000 Promille (0,1% nach Gewicht).

Quecksilber (Hg): Wird nicht in Lampenschaltern verwendet. Der Grenzwert dieser Substanz ist                             1000 Promille (0,1% nach Gewicht).

PBB/PBDEs:   Polybromiertes Biphenyl (PBB) und Polybromierter Diphenylether (PBDE) werden                        als Flammschutzmittel in einigen Kunstoffen verwendet. Der Grenzwert dieser                        Substanz ist 1000 Promille (0,1% nach Gewicht).

F8.   Gibt es ein Benutzerhandbuch für Viromet-Produkte?

A8.   Ja. Bitte beziehen Sie sich auf unser User Manual oder für weitere Informationen setzen Sie          sich einfach mit unserem Marketing-Büro in Verbindung.

F9.   Lücken in BGA Verbindungen

A9:   Lücken werden nach herkömmlichen Methoden durch Röntgen (z.B. durch Mikrofokus -          Röntgeninspektion) analysiert. Blei weist jedoch hohe Absorption der Röntgenstrahlung auf.          Deshalb kann ein Problem mit Lücken für das SnPb Lötmittel unentdeckt bleiben. Der beste          Weg um Lücken abzumessen ist daher das Aufschneiden von definierten Probenstellen (Cross          Sectioning).

         Lücken sind normalerweise vorhanden. Es gibt sowohl große als auch kleine Lücken.          Lötmittelverbindungen sind toleranter in Bezug auf kleinere Lücken als auf größere Lücken.          Kleinere Lücken bieten sogar bessere Kontaktbeschaffenheit durch Sprungbehinderung, das          bedeutet das kleine Sprünge/Risse gestoppt werden.

        IPC-A-610C ("Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen")

            der Anteil der von Poren bedeckten Fläche an der Kontaktfläche der Lötstelle soll 10%               nicht überschreiten (Prozessparameter)

            > 25 % Lücken = nicht akzeptabel

        IPC-7095 (design and assembly process implementation for BGAs)

            Werte im Bereich von 9% bis 36% in Abhängigkeit der vertikalen Position der Poren               innerhalb der Lötstelle und der späteren Baugruppenanwendung           

       Was unsere Rolle als Lötmittel-Anbieter anbetrifft, werden wir durch die Arbeit unserer        Forschungsabteilung im Bereich neuer chemischen Formulierung ständig zur        Problemlösung beitragen.

F10.    Ausgereifte Maschine/Geräte, kein Bedarf an der niedrige Temperatur Legierung
A10:    Bessere Maschinen werden immer vorgeschlagen, wenn die Firma erhöhte
           Kosten für alle Linien der Fertigungsstraßen geplant hat . Es mag sein, dass man das                       Nutzungsdauerpotential vorhandener Ausrüstungen noch nicht erschöpft hat.    Es ist eine               Vergeudung, noch funktionsfähig Ausrüstung wegzuwerfen. Eine  bessere Ausrüstung                       zusammen mit dem Einsatz besserer Produktionsmittel werden jedoch die Gesamtqualität               des Produktes verbessern.

F11.    Asahi ist die einzige Quelle der Viromet Lötmittel. Wird eine Monopolsituation                                 auftreten? Wie sieht es mit der Versorgung aus?

A11.    Unser Geschäft konzentriert sich auf Kundenzufriedenheit, und das ist der einzige Schlüssel             zum Überleben. Zur Zeit ist unser Marktumfang noch vergleichsweise klein, folglich kommt             eine Überbelastung unserer Produktion gar nicht in Frage. Wir sind auf große                            Massenproduktion vorbereitet. Monopol besteht bereits im SAC und SnCuNi Markt. Auf             jeden Fall wird der Marktwettbewerb neben Angebot und Nachfrage immer die treibende             Kraft bei der Preisfestsetzung sein. Dies gilt auch für Viromet Lötmittel.

F12.    Sind Änderungen am Lottiegel beim Wellenlöten erforderlich?

           Alte Ausrüstung kann benutzt werden. Um Korrosion vorzubeugen, ist manchmal eine               Oberflächenbehandlung des Lottiegels und einiger Maschinenteile notwendig. Wie bei                       anderen bleifreien Lötmitteln wird ein höherer Zinnanteil verwendet, was die Auflösung                    korrosionsbeständiger Materialien wie z.B. Cr und Ni hervorrufen könnte. Daher sei eine            Oberflächenbehandlung angeraten.

           Wie bei herkömmlicher Prozeßtemperatur kann unsere Legierung jedoch bei 245°C ~                    250°C benutzt werden. Daher, im Vergleich zu den Legierungen, die bei höherer                       Prozeßtemperatur verwendet werden, ist bei unseren Legierungen der Korrosionseffekt                    geringer.